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– action for intimacy –
ein experimenteller zugang zu kollektiver sinnlichkeit

intimität mit vielen ist eine beliebte phantasie – sie erscheint als wagnis und als weg der selbsterfahrung, als besondere, vielleicht herausfordernde situation und als angebot unbegrenzter möglichkeiten. doch entscheidend ist dabei, worauf der fokus des einzelnen liegt. geht es mir um das sehen und gesehen-werden oder um ein gefühl von geborgenheit und angenommensein in einer gruppe? möchte ich eine intime begegnung zu zweit im beisein anderer erleben oder mich in einer flut von berührungen und reizen auflösen? und bin ich mir im entscheidenden moment darüber im klaren, was mir wichtig und was mit den anderen möglich ist?

häufig inszenieren wir uns unwillkürlich so, wie wir gesehen werden wollen, besonders dann, wenn wir uns in einer gruppe unsicher fühlen und um anerkennung besorgt sind. es kann vorkommen, dass wir uns unter dem eindruck einer ungewöhnlichen situation in uns selbst täuschen – und in den anderen, die zur projektionsfläche für unsere wünsche werden. all die unterschiedlichen vorstellungen, bedürfnisse und wünsche, die in einer begegnung mit vielen aufeinandertreffen, wahrzunehmen und zu koordinieren, ist eine anspruchsvolle aufgabe für den einzelnen und für die gruppe. wie gestalten wir einen raum, der möglichst gut für alle passt?

ein intuitives selbstbewusstsein und die fähigkeit, sich dem gegenüber aufmerksam und ohne allzu festgelegte vorstellungen zuzuwenden, sind wichtige voraussetzungen für die entstehung intimer begegnungen. um dem so nahe wie möglich zu kommen, haben wir eine methode ausgewählt, die sich erschöpfungsarbeit nennt. wir bewegen uns und tanzen sehr intensiv und lang. der gesamte körper wird einbezogen, jede faser aktiviert. wir lassen unserer energie freien lauf und spielen mit der belastungsgrenze, bis jede zelle angeregt ist und pulsiert. die außergewöhnliche aktivität öffnet und stimuliert uns. unser bewusstsein fokussiert ganz automatisch die essentiellen vorgänge. wir erden uns, lenken unsere wahrnehmung auf körper und geist, außenwirkung und selbstdarstellung verlieren an bedeutung.

mit der erschöpfungsarbeit schärfen wir unsere sinne, finden ein neues gespür für uns selbst und einen intuitiveren zugang zu unseren absichten und wünschen. auch die wahrnehmungsfähigkeit für andere und deren regungen wird gesteigert. so schaffen wir durch das radikale erlebnis einen gemeinsamen ausgangspunkt, von dem aus wir der sinnlichkeit raum geben – einen raum für nähe und geborgenheit, für spielerisches und erotik – für alles was in diesem moment und mit diesen menschen stattfinden möchte.

 

hinweis:
interessenten für diesen workshop sollten eine gewisse bereitschaft zu nacktheit mitbringen und die vorstellung, übungen auch einmal mit einem gleichgeschlechtlichen partner zu machen, sollte kein tabu sein. da erschöpfungsarbeit wirklich anstrengend ist, bitten wir menschen mit herz-kreislauf-problemen, zu überlegen, ob der workshop für sie geeignet sein kann.

 
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